
Die Höhner und die Junge Sinfonie Köln probten die
Höhner-Classickonzertreihe im Kölner E-Werk
Mit seiner Pop-Hymne Music was my first love hat John Miles vor 32 Jahren ein Opus Magnum der Popgeschichte geschrieben. Das zeigt sich unter anderem an den unzähligen Cover-Versionen seiner Ode an die Musik. Eine davon besitzt kölschen Text und wird - auch weil sie genauso alt ist, wie die kölsche Band, die sie singt - derzeit von den Höhnern interpretiert.
Vor 32 Jahren gründeten Peter Werner und Janus Fröhlich Ne Höhnerhoff, woraus sich die rheinische Band entwickelte, die seit neun Jahren auch schon mal auf klassischen Pfaden lustwandelt. Zusammen mit der Jungen Sinfonie Köln unter Leitung von Günter Hässy füllen die Höhner dann auch schon mal die Kölner Philharmonie und geben die klassisch veredelten Versionen ihrer kölschen Stimmungs- und Schunkellieder zum Besten.
John Miles' Music alias Musik es mieh levve stellt dabei eine besondere musikalische Herausforderung an Orchester- und Bandmusiker dar, die beim Bonner Auftritt auf dem Museumsplatz trotz leichter Höhen-Schwierigkeiten im Vokalsatz erstaunlich authentisch gemeistert wurde.
Dem kölschen Klassik-Exkurs, der bei karnevalistischen Evergreens der Höhner, wie Echte Fründe, Hey Kölle! Du bes e jeföhl, Ich ben ne Räuber, Dicke Mädchen haben schöne Namen, Kumm loss mer fiere oder Viva Colonia, nicht wirklich einer ist, lauschten diesmal rund 1.800 Zuhörer. Hier agieren die Streicher meist nur als Füllwerk oder Stimmenverdopplung der Band und die Bläsergruppe ist dann als Schunkel-Animation allein eine optische Freude.
Allerdings macht das Orchester bei nachdenklichen Höhner-Balladen, wie dem Lied Zeiger an der Uhr oder dem musikalischen Dank, den Frontmann Henning Krautmacher an den verstorbenen "Pap" sendet, auch musikalisch wirklich Sinn.
Hier geniesst man die opulente Klangfülle und gleichermassen auch die Spannung, die aus dem Zusammentreffen der beiden Klangkörper resultiert. Das sinfonische Zusammentreffen von Klassiksatz und Höhner-Melodien zelebrierte derweil Dirigent Hässy in seiner augenzwinkernden Ode Cologne, "die Deutschland", - so klärte Krautmacher auf - "als Feuerwerksmusik für die pyrotechnische Firma Weco (Eitorf) bei einem internationalen Wettbewerb in Montreal auf dem Weg zum Weltmeistertitel begleitete.
Susanne Haase-Mühlbauer
General Anzeiger online, den 20. September 2004
Die Höhner-Classic in der Philharmonie - sie ist immer für überraschungen gut. Diesmal sorgte ein Tangopaar für Aufregung und als Special guest Kieran Goss. Er, die Höhner, die Junge Sinfonie und Popklassiker wie Reach out - I'll be there - eine grandiose Mischung.
Höhnepunkt des Abends aber war Henning Krautmachers
Magie-Einlage - der Schwebetrick. Er sitzt im Schneidersitz auf
einem kissen, schwebt scheinbar schwerelos in die Höhe. Wie
es funktioniert, wird nicht verraten
winkt Henning ab. nur so
viel: Der Trick gehört zur neuen Höhner Rockin'
Roncalli Show Singsalabim die am 18.
November in Köln première feiert. Im neuen Programm
geht's aber nicht nur um Magie
erklärt Henning noch.
Wir wollen unser Publikum auch mit viel Poesie verzaubern.
Express, den 1. Oktober 2004

Höhner mit Kieran Goss
Da sage keiner Kölsch, Karneval und Klassik passen nicht zusammen. Zum zwölften Mal bewiesen die Höhner bei ihren Höhner-Classic das Gegenteil.
Selbst das Gepäcknetz in der Philharmmonie war bis auf den letzten Platz gefüllt als die Musiker zusammen mit der Jungen Philharmonie alte und neue Hits anstimmten. Darunter der Klassiker Hey Johannes den sie schon bei der Première von Höhner-Classic gespielt hatten. Gänsehaut-Feeling, als die Höhner ihren Song Leeve Papp dem verstorbenen Philharmonie-Chef Albin Hänseroth widmeten. Schunkelstimmung hingegen als Henning Krautmacher & Co. Viva Colonia anstimmten. Da hielt es keinen mehr auf seinem Stuhl.
wp
Bild, den 30. September 2004
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