Am Ende kannte die Begeisterung keine Grenzen mehr: Von der Bühne bis in die letzte Reihe der Philharmonie schwappte die von den Höhnern angestossene Welle, bei der die Arme mit einem lang gezogenen "Heejj" in die Höhe gerissen wurden. Nur Sekunden später hatte sich jeder bei seinem Sitznachbarn eingehakt und schunkelte zum Hit Echte Fründe.
Stimmung wie im Karneval herrschte Donnerstagabend beim Höhner-Classic 2006, bei dem die Kölner Kultband alljährlich gemeinsam mit der Jungen Sinfonie Köln unter Leitung von Günter Hässy auf der Bühne steht. Und kölsche Tön mit klassischen Klängen scheinen ein Erfolgsrezept zu sein: Schon nach einer knappen halben Stunde waren alle Zuschauer von ihren Sitzen aufgestanden, tanzten und sangen zu Levve und levve losse. Auch bei Liedern wie Fröher oder Es ist nie zu spät waren überall im ausverkauften Konzerthaus wippende Beine und textsicher mitsingende Höhner-Fans zu beobachten.
Eine Pause konnte sich das Publikum gönnen, wenn Hässy mit seinen Musikern aufspielte. Dann waren nicht Tanzen, Singen und Klatschen angesagt, sondern besinnliches Zuhören. Besonders viel Applaus erntete das Orchester mit seiner Darbietung zum 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart. In Werke wie Die Hochzeit des Figaro und Die Zauberflöte mischten die Musiker klassisch dargebotene Höhner-Töne, so dass mancher Zuschauer aufschreckte, als nach einem Auszug von Die Hochzeit des Figaro ein von Streichern und Bläsern intoniertes Viva Colonia erklang. Da konnte auch Höhner-Sänger Henning Krautmacher nur noch begeistert feststellen: "Mozart muss ne Kölsche gewesen sein."
Sebastian Bauer,
Kölner Rundschau, den 18. August 2006
Kölsche Tön und Klassik - das passt zusammen. Das bewiesen die Höhner zusammen mit der Jungen Sinfonie Köln in diesem Jahr zum wiederholten Male und begeisterten damit ihr Publikum aufs neue.
Diesmal gab es aber auch wirklich viel zu feiern. 40 Jahre Junge Sinfonie unter Günter Hässy, 33 Jahre Höhner, 20 Jahre Henning Krautmacher bei den Höhnern, 125 Jahre Grosse Kölner, deren Präsident Joachim Wüst im Publikum weilte, dazu 150 Jahre Heinrich Heine ('ne echte Düsseldorfer Jung) und 250 Jahre Mozart.
Aus all diesen Jubiläen bastelten Höhner und Junge Sinfonie ein buntes Potpourri aus altbekannten Titeln wie Echte Fründe oder Levve un levve losse und eher unbekannteren Songs wie Fröher oder Komm bei mich Baby. Dem Publikum gefiel's. Das war zweifelsfrei am Mitwippen, Mitschunkeln oder Mitsingen zu erkennen.
Erholung für die Zuschauer gab es bei den Auftritten der Jungen Sinfonie, die beispielsweise in Mozarts Werke den einen oder anderen Höhner-Titel wie "Pizza wunderba" einbauten und Henning Krautmacher zu dem Ausspruch "Mozart muss 'ne Kölsche gewesen sein" trieben.
Dazu gab es einen Auftritt des Schulkinderzirkus der Willy Brandt-Gesamtschule, die ein Zirkus-Projekt in Nicaragua fördern und immer wieder Ausflüge in die Klassik, wunderbar zusammengefügt mit all den Titeln für die die Höhner von ihrem Publikum so geliebt werden.
Zum Schluss der Veranstaltung gab es dann noch das grosse Höhner-Potpourri, das die Zuschauer in der ausverkauften Philharmonie von den Stühlen riss und den ganzen Saal zum Vibrieren. Und alle hoffen, dass dieses grossartige Konzept auch im nächsten Jahr wieder zu bewundern sein wird.
Fotos: Astrid Krüger
Rhein-Erft-Kreis.net

Als die Junge Sinfonie Kön in 2006 40 Jahre alt wurde, kamen
auch die Höhner dem Orchester und dem Dirigenten Günter
Hässy gratulieren.
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