
In der Session 2003-2004 beteiligte Ralle sich nicht an allen
Auftritten, war Hannes wegen eines Bandscheibenvorfall einige
Zeit abwesend und wurde deshalb Johan Daansen bereit gefunden als
siebtes Hohn mit zu spielen.
Ausserdem zogen die Höhner am Rosenmontag nach Mainz um dort im
Rahmen ihrer Roncalli-Tournee rheinländischen Frohsinn zu
promoten. Sie fuhren im Mainzer Rosenmontagszug als Gast auf dem
Wagen des SWRs mit.

Höhner bei der Sessionseröffnung.

Henning mit Basta bei der Prinzenproklamation.

Auch in der Session 2003-2004 gewinnen die Höhner den
Närrischen Oscar. Diesmal für das Lied "Alles was ich
will."
Wir gehen ja nicht nach Düsseldorf

Am 23. Februar sind die Höhner in in Mainz
Die Höhner zeigen's stolz auf dem Kalender: Am 23. Feruar
werden sie in Mainz eingebürgert - nur vorübergehend,
versteht sich. Helau und Viva Colonia!
In ihrer Heimatstadt haben sie mit ihrer Entscheidung für einen
Skandal gesorgt: Die Kölner Kultband Höhner fährt
beim Mainzer Rosenmontagszug mit! Der AZ verrieten Janus Fröhlich
und Peter Werner, was sie dazu bewogen hat, fremdzugehen.
Was bringt sechs Kölsche Jecken dazu, beim Mainzer Rosenmontagszug mitzufahren?
Janus: Der SWR hat uns gefragt, ob wir auf seinem Wagen mitfahren wollen, weil wir ab Mai mit der Höhner Rockin' Roncalli Show in der Reduit sind. Wir haben gesagt, prinzipiell gerne, aber wir müssen erst das Festkomitee in Köln fragen.
Und was haben die gesagt?
Janus: Die haben sich einen Tag Bedenkzeit erbeten...
Peter: ...und dann haben sie gesagt, wir geben Euch ein Gastgeschenk für den MCV mit.
In Köln werden Sie doch jetzt mit Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt!
Peter: Klar, es gab schon Leute, die uns vorgeworfen haben, fremdzugehen. Aber denen sagen wir: "Wir gehen ja nach Mainz, nicht nach Düsseldorf." Das Verhältnis hat sich seit der Konzertreihe Kölle goes Mainz sehr verbessert. Für uns ist es eine Ehre, am Rosenmontag hier eingeladen zu sein.
Und vom SWR-Wagen werden wir dann statt Helau-Rufen "Kölle Alaaf" hören?
Peter: Wenn wir von den Leuten angerufen werden, werden wir mit "Viva Colonia" antworten - und wir gehen davon aus, dass die Mainzer mitsingen!
Sie sind nicht erst am 23. Februar in Mainz zu sehen, sondern waren kürzlich schon im SWR zu sehen. Was haben Sie bei der Fassenacht im Fröhlichen Weinberg gemacht?
Janus: Wir haben die fünf ausgefallensten Kostüme bewertet. Ausserdem stellten wir unser neues Album Viva Colonia vor. Da sind 14 Songs drauf, die auch am Rosenmontag in Mainz zu hören sein werden.
Und was erwartet die Besucher vom 20. Mai bis 1. Juni bei Höhner Rockin' Roncalli?
Peter: Es ist wie ein Videoclip: Wir machen unsere Musik und die Artisten zeigen dazu ihre Kunststücke. Es wird eine sehr poetische Show, bei der am Ende auch mitgesungen und mitgeschunkelt wird.
Kölle goes Mainz, Fassenacht im Fröhlichen Weinberg, Roncalli in der Reduit und der Mainzer Rosenmontagszug - wie wäre es nach Viva Colonia mal mit einem Lied über das Mainzer Lebensgefühl?
Janus (lacht): Nein, ich glaube, das wäre vermessen, das darf man als Kölner nicht machen. Mainz hat genug gute Leute, da braucht niemand von aussen zu kommen.
Kathrin Klöpfer
Allgemeine Zeitung den 18. Februar 2004

Höhner in Mainz am Rosenmontag.
Auf Einladung des Südwest Fernsehens fuhren die Höhner im Mainzer Rosenmontagszug mit, Henning Krautmacher berichtete Martina Windrath von den Eindrücken.
Hallo, Henning. Na, wie feiert es sich jenseits des Alaaf-Äquators?
Also, in Helau-Country sind unsere Erwartungen heute wirklich übertroffen worden. Natürlich gibt es Unterschiede, aber von der Stimmung her ist es absolut mit Köln vergleichbar. Der Empfang war sehr herzlich! Und nach einigen Mainzer Hits wurde auf unserem SWR-Wagen stundenlang nur noch Musik von uns gespielt!
Und jetzt singt ganz Mainz Viva Colonia?
Genau. Im Publikum wurden sogar "Alaaf"-Schilder hochgehalten.
Hat die Diskussion im Vorfeld auf die Stimmung gedrückt, ob ihr als Exportschlager mitfahren solltet? Eine Mainzer Band war ja wohl etwas eifersüchtig, dass keine Einheimischen gefragt wurden.
Also, wir wurden sehr herzlich empfangen, und es sind enge Bande geknüpft worden. Den Mainzer Karnevalisten haben wir als Gastgeschenk vom Festkomitee ein Bronzerelief überreicht. Wenn das ein Problem ist, dass die Kölner die Höhner mal ausleihen, versteht man die Welt nicht mehr. Und wir sind dort ja schon durch Auftritte bei Kölle goes Mainz bekannt und gastieren mit der Höhner Rockin' Roncalli Show.
Was für Unterschiede sind euch aufgefallen zwischen Fassenacht und Fastelovend?
Also, die Meenzer werfen deutlich weniger Kamelle, und das sind noch "echte" Kamelle. Und die Leute sind weniger kostümiert.
Habt ihr kein Heimweh gehabt?
Wir müssten lügen, wenn wir sagen, wir hätten nicht an Köln gedacht. Es ist nicht so einfach, nur noch Helau zu rufen. Jetzt fahren wir zurück. Heute Abend wird im Stüsser gefeiert!
Martina Windrath
Kölnische Rundschau, den 23. Februar 2004
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