Archiv Höhner-Konzert Leverkusen 10-06-2007

Viva Colonia in Schlebusch

Zum Abschluss des 24. Schlebuscher Schützen- und Volksfest lockten am Sonntag die Höhner über 5.000 Zuschauer in den Wuppermannpark. Die Kölner Band versprach, auch nächstes Jahr zum 25-jährigen Bestehen zu kommen. Schon lange vor dem Beginn des Konzertes war der Wuppermannpark bis in die hintersten Reihen gefüllt. Hatte es bis kurz vorher noch nach Regen ausgesehen, kam mit den ersten Akkorden rechtzeitig die Abendsonne wieder hervor. Beim 24. Schlebuscher Schützen- und Volksfestes sorgten die Höhner vor mehr als 5.000 Zuschauern für einen würdigen Abschluss.

Mit Wo mir sin is Kölle und Schön dat de do bes eröffnete die Kölner Combo den Abend und hatte auch gleich einige weise Ratschläge für ihr Publikum im Gepäck. "Dreht euch mal zu allen Seiten um, gebt euren Nachbarn die Hand und stellt euch allen vor, besonders den hinteren, denn das sind sie, denen ihr nachher ständig auf die Füsse treten werdet", empfahl Sänger Henning Krautmacher nach den ersten Liedern. Das Oberhohn mit dem markanten geschwungenen Schnauzbart und dem verschmitztem Lächeln genoss als gebürtiger Schlebuscher Jung sichtbar sein Heimspiel, was er auch mit dem Song He föhl ich mich zohus musikalisch und mit der Übergabe des Kölschen Passes an seinen Heimatort symbolisch unterstrich.

Die Setlist war eine gelungene Mischung aus kölschem Rock und Karneval, die mit Hey Kölle! Du bes e Jeföhl oder Echte Fründe sowohl die Klassiker aus der fünften Jahreszeit als auch ruhige Stücke wie Minsche wie mir oder Zeiger an der Uhr bereit hielt. Für Bewegung im weiten Rund sorgten vor allem die Schunkel-Hymnen Ich ben ne Räuber und Nemm mich su wie ich ben. Bei einigen Evergreens übernahm das Auditorium kurzerhand selbst den Gesangpart, die Karawane wurde sogar von zwei kleinen Sultanen aus der ersten Reihe musikalisch angeführt. Für die grösste Stimmung sorgte der Hit der vergangenen Handball-Weltmeisterschaft Wenn nicht jetzt, wann dann?, der begeistert vom Publikum mitgesungen wurde. Schlagzeuger und Ur-Hohn Janus Fröhlich sorgt zusätzlich noch für Stimmung mit seiner Darbietung als Bayerischer Sepp, besonders spektakulär war daneben der Auftritt von Jens "Streifenhörnchen" Streifling. Das ehemalige BAP-Mitglied bewies sein musikalisches Multitalent mit Mandoline, Saxophon, Gitarre, Mundharmonika, Klarinette und zwischenzeitlich auch am Schlagzeug. Beide Seiten -Bühne und Publikum - zeigten bis zuletzt keinerlei Zeichen von Ermüdung. Je länger das Konzert dauerte, desto besser wurde die Stimmung, zum grossen Finale gab es mit Viva Colonia. Ein letztes Mal hiess es ausgelassen zu klatschen, zu hüpfen und mitzusingen.

Nach 31 Songs, etlichen Zugaben und weit über zwei Stunden Spielzeit verabschiedete sich die Band mit einem lauten "Danke Schlebusch!". Das letzte Stück Wir werden uns wiedersehen war ein Versprechen. Unter grossem Jubel kündigten die Höhner zum 25-jährigen Bestehen des Schlebuscher Volksfestes im nächsten Sommer ihren erneuten Besuch an.

Sebastian Laule
Rheinische Post online, den 12. Juni 2007

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