He föhl ich mich zohus, he wullt ich hin
, bei
solchen Fans konnten sie sich auch zu Hause fühlen. Denn kaum
hatten die Höhner die Bühne in der Kampa-Halle betreten
und erste Tönen ihren Instrumenten entlockt, da klatschten die
Zuhörer schon im Takt mit. Sie zeigten dass sie auch die Texte
kannten und kölsch wohl keine Fremdsprache für sie war.
Schön dat Du do bes
begrüssen die Höhner
ihre Freunde, ernannten bald die Kampa-Halle zum Gürzenich von
Minden und sorgten für Verbrüderung aller, indem jeder dem
Nachbarn die Hand reichte und sich mit seinem Vornamen vorstellte.
Wem konnte es da nicht gutgehen? Mit How do you do?, dem Lied von ihrem neuen CD,
vergewissten sie sich trotzdem und wünschten sich
halt mich fest heut Nacht
. was schon wichtig war, denn
sofort kündigten sie an Wir machen heut die Nacht zum
Tag
. Das alles natürlich in Kölsch gesungen, aber
was machte das bei diesem sachkundigen Publikum, das offenbar auch
schon die neuen Lieder kannte.
Könnte es einem besser gehen, früher vielleicht? Als der
FC Kölle noch janz oben stand? So songen sie vom Paradies,
do jeiht et mir jot
, wurden anschliessend nachdenklich
und stellten fest, dass Menschlichkeit wichtiger als Geld ist und
wohl für jeden ein Stück vom Kuchen da sei
Mit viel Gefühl gng es weiter:Sag mir, wo die Blumen
sind
. und dann beschrieben sie den alten Mann mit der
schwarzen Jacke, mit dem Pappkarton, der seine ganze Habe barg, der
fragte Wann geht der himmel wieder auf?
Vielleicht ist
es der Zeiger auf der Uhr, den sie besangen, der ihm bessere Zeite
bringt, bevor er endgültig stehen bleibt. Schön, wenn er
geliebt wird, wenn man die Nummer eins im Leben eines
anderen ist, der einem mit Schwung und Rhytmus zusichert Ohne
Dich geht es nicht
. Und das auch, wenn er dann das Liebeslied
an schöne dicke Mädchen singt, die der Himmel geschickt
hat und die ihn verrückt machen.
Längst hielt es die Fans der Höhner nicht mehr auf ihren
Sitzen. Stehend sangen sie mit, klatschten im Takt und erreichten
wohl den Höhepunkt ihrer Stimmung, als es hiess Wenn
nicht jetzt, wann dann- wenn nicht hier, sag mir wo und wann
.
Wer kennt nicht den inzwischen berühmten Handball-WM-Soong?
Seit 35 Jahren erfreuen die höhner ihre Freunde mit ihrer
in Kölsch gesungen Musik. Und man glaubt es ihnen,
wenn sie singen Wir haben noch lange nicht genug
.
Ihre Fans werden glücklich darüber sein und mancher wird
sich schnell entschliessen den Kölner Pass zu erwerben. Denn -
und das versteht jeder Fan: Met dä Kölsche Pass
mät et Levve spass, janz ejal wo du och küss
Robert Kauffeld
Mindener Tageblatt, den 21 April 2007
Wenn Sie etwas für dieses Archiv, einen eigenen Beitrag schicken wollen oder dieses Höhner-Fanbuch Wo mir sin is Kölle nicht lesen können wie Sie das erwarten, schreiben oder schicken Sie dies alles an:
Redaktion des Höhner-Fanbuches