Gestern waren sie in der Rheingoldhalle, die Musiker der Kölner Kultband Höhner, am 20. Mai kommen sie wieder: dann mit ihrer Show Minsche, Fiere, Emotionen, einer Kooperation mit dem Circus Roncalli.
"Wir haben das in Düsseldorf probiert, dort hat es geklappt. Und für einen Kölner heisst das: Wenn es in Düsseldorf klappt, dann klappt es auch im Rest der Welt", das sagte gestern Henning Krautmacher, der zwirbelbärtige Frontmann der Höhner. Und so kommt es, dass die Höhner Rockin' Roncalli Show vom 20. bis 31. Mai ihr grosses Zelt an der Reduit aufbaut.
"Vor 26 Jahren", so erzählt Krautmacher, "sei die Vereinbarung, mal etwas zusammen zu machen von den Ur-Höhnern und Roncalli-Direktor Bernhard Paul getroffen worden, doch dann habe es bis 2002 gedauert, bis die erste gemeinsame Show in Köln-Deutz Premiere hatte." Und dort gab es dann vier Wochen am Stück ausverkaufte Manege. Und das, obwohl man auf der schääl Sick aufgetreten sei. "Für Mainz soll das ein gutes Omen sein", meinte Wirtschafts- und Liegenschaftsdezernent Franz Ringhoffer (FDP), der versicherte, dass man auch in Kastel noch guten Gewissens von Mainz sprechen dürfe. Zumal das Gelände, auf dem die Kölner gastieren, ohnehin der Stadt gehöre.
Das Besondere an dem Programm sei die Kooperation der Musiker mit den Zirkus-Artisten. Die Höhner haben eigens Stücke für einige Artisten geschrieben, und einige der Manegenkünstler haben ihre Darbietungen auf Höhner-Songs ausgerichtet. "Das Programm entwickelt sich stetig weiter", sagte Krautmacher, so dass man im Mai in der Manege sicher auch Songs von der erst in der vergangenen Woche erschienen CD Viva Colonia hören werde.
Pascal Raviol vom Circus Roncalli setzt darauf, dass vor der Kulisse der Reduit die alten Zirkuswagen von Bernhard Paul besonders zur Geltung kommen. Die werden wie immer mit einem Sonderzug der Bahn nach Mainz gebracht, direkt aus Duisburg. Denn dort gastiert die Show unmittelbar vor dem Mainzer Gastspiel. Auch wenn es hervorragend laufe, so Raviol, werde es in Mainz nach dem Pfingstwochenende keine Verlängerung geben können, so dass die Karawane nach elf Tagen wirklich auch wieder weiter ziehe. "Dann wolle man bis Ende des Jahres", so Henning Krautmacher, "mit Roncalli eine neue Show auf die Beine stellen."
Mit dabei ist ausser den Höhnern knapp ein Dutzend Artisten der Gruppe Bingo, die aus der Zirkusschule in Kiew stammt, dazu die Komikertruppe Les Frères Taquin, der Spitzenartist Oleg Izossimov sowie der amerikanische Weltklasse-Clown Peter Shub.
Werner Wenzel,
Allgemeine Zeitung, den 13. januar 2004
Auf eine Achterbahn der Gefühle zwischen kölscher Leichtigkeit und poetisch-melancholischem Tiefgang nahmen Höhner und Roncalli ihre Premierengäste am Donnerstagabend mit. Doch die Freude, das Lachen, das Staunen waren die bestimmenden Gefühlsregungen bei Minsche, Fiere, Emotionen. Als die Höhner die ersten Akkorde anschlugen, verschwand auch die Anspannung aus den Gesichtern der 1500 Zuschauer, die bei der Suche nach einem Platz im überfüllten Zelt auf eine Geduldsprobe gestellt worden waren.
Der Alltag hatte im Zelt von Roncalli eben keinen Platz. Er wich einer Traumwelt, in der kunstvolle Akrobatik und die Melodien der Stimmungsmusiker zu einer harmonischen Einheit verschmolzen. Eine perfekte Illusion - auch wenn diese manchmal so leicht zerplatzen wie die Seifenblasen, die ein kleines Mädchen in das Zirkuszelt pustete.
Das Gefühl sich auf jemanden verlassen zu können verkörperten Ivan und Tatjana, die sich eng umschlungen in die Höhe ziehen liessen. Und deren Gesundheit nur an der Hand des Partners hing.
Die Blicke blieben auch an der ästhetischen Körperakrobatik der ukrainischen Artistengruppe Bingo hängen, bei der man am liebsten den Orthopäden rufen wollte, so sehr schraubten sich die jungen Frauen in immer verwegenere Posen.
Das Leben hat auch seine Schattenseiten, selbst in der Traumwelt unter der Zirkuskuppel. Bei den Höhnern hiess das einfach und melancholisch: "Im Paradies jibt et keine Sorjefalte". Ansonsten lockt die Verführung und die Sünde, hier in Form der Artistin Oxana, die als Eva mit roten Äpfeln jonglierte.
Auch die Angst ist nicht wegzudenken aus der menschlichen Gefühlswelt. Als die Artisten der schwedischen Gruppe Romö, von Höhners Hymne Der liebe Gott weiss, dass ich kein Engel bin angetrieben, in lichter Höhe über das Todesrad tollten, stockte einem der Atem. Schweissnasse Hände, als einer der Tollkühnen eine Mütze über den Kopf zog und ins Straucheln geriet.
Wie gut, dass Clown Georg Leiste die leichte Seite des Seins zelebrierte. Als übergewichtige Ballerina auf dem Seil oder als pizzaverliebter, weinsaufender Pavarotti. Peter Shub, Komiker aus Philadelphia, spielte mit stibitztem Popcorn, dem Schuh eines Zuschauers und der Begeisterung der Menge: Ein Fingerzeig, und alle tobten. Mittendrin Höhner-Stimme Henning Krautmacher, Entertainer und Gockel, der die Show zusammenhielt und die drei Stunden wie im Flug vergehen liess.
Am Ende blieb die Erkenntnis: Roncalli und Höhner sind Echte Fründe geworden, eine Familie auf Zeit, in der auch das zum Finale selig schunkelnde Publikum seinen festen Platz hat.
Alexander Jung
Aachener Zeitung den 26. März 2004
42 AZ-Abonnenten starteten am Sonntag nach Düren, zur Höhner Rockin' Roncalli Show. Ihre Erwartungen wurden übertroffen: es wurde gefeiert, gesungen und getanzt - ganz auf kölsch!
"Es war einfach super. Wirklich ganz, ganz toll", sagt Joseph Löffelholz. Er ist nicht der einzige, dem die Begeisterung ins Gesicht geschrieben steht. "Von Anfang bis Ende hat einfach alles gestimmt", schliesst sich Birgit Genz an.
Auf die Mainzer wartet schon vor Showbeginn eine Begrüssung mit Sektempfang und Imbiss. "Wir kennen die Höhner schon von Kölle goes Mainz. Ich bin schon so gespannt auf die Show", ist Doris Bake aufgeregt. Um 17 Uhr geht es dann los: Immer einen flotten Spruch auf den Lippen, so führen die Höhner, "die köllschischste Zirkuskapelle der Welt", durch die Veranstaltung. Zirkusnummern und Songs passen zusammen: singen die Höhner ihr Sansibar, tanzt dazu die Roncalli-Gruppe Mama Afrika" im Manegenrund. Da ist für jeden etwas dabei. Ob Ballkünstler, Turner oder Luftakrobaten, Mitstaunen und Mitzittern ist angesagt. Und bei den Auftritten der Clowns Georg Leiste und Peter Shub kommen die Zuschauer aus dem Lachen nicht mehr heraus. Warmwerden - dazu braucht das Publikum kaum Zeit. Von Anfang an wird gesungen, geklatscht und gelacht. Vor der Pause geben die Höhner mit ihrem Klassiker Die Karawane zieht weiter noch einmal richtig Gas um sich im zweiten Teil noch zu übertreffen. Höhner-Saxophonist Jens Streifling wagt sich todesmutig in das Todesrad und gibt aus luftigen Höhen ein Ständchen.
Bei Alles was ich will und Der liebe Gott weiss, dass ich kein Engel bin steht schliesslich auch der letzte Zuschauer auf, singt, tanzt und feiert.Am Ende sind wirklich alle, wie Höhner-Sänger Henning Krautmacher meint, "zu einer grossen Zirkusfamilie zusammen gewachsen". Echte Fründe eben! Und die verlangen mehr als eine Zugabe.
"Das Projekt kommt super an", freut sich Pascal Raviol vom Zirkus Roncalli. "Die Namen Höhner und Roncalli sind schon Kult, aber die Kombination ist ein Meisterwerk." Entstanden ist die Idee bei einem Treffen von Roncalli-Chef Bernhard Paul und Höhner-Schlagzeuger Janus Fröhlich vor vier Jahren. In den zehn Tagen in Düren war jede Vorstellung des Programms mit dem Titel Minsche, Fiere, Emotionen ausverkauft. Ende Mai wird es dann auch in der Kasteler Reduit zu sehen sein.
Nach der Show geniessen die Höhner das Bad in der Menge und verteilen eifrig Autogramme. Besonders viel Zeit nehmen sie sich für die Mainzer Fans. "Mainz, wir kommen!", verkündet Krautmacher. "Wir lieben das Mainzer Publikum und freuen uns schon sehr auf das Gastspiel im Mai! Die Meenzer Mentalität und das Kölsche Wesen sind sich sehr ähnlich, wir sind eben alle Rheinländer!" Viele der Mainzer werden sich auch die Show in der Heimat nicht entgehen lassen. "Wir haben sie zwar jetzt gesehen, werden aber auf jeden Fall in Mainz nochmal gehen", meint Judith Feigenspan. "Zumal man sich in Mainz auf ein zusätzliches artistisches Highlight, den weltberühmten Handstandakrobaten Oleg Izossimov, freuen könne", so Bassist Hannes Schöner.
Den AZ-Abonnenten hat es auch so gefallen: "Das ist keine reine Show, das ist Lebensfreude pur!" meint Doris Haug. "Man konnte kaum ruhig sitzen", stimmt Andrea Kollmus mit ein, "die Symbiose aus Artistik und Höhnern war einfach perfekt." Und dann, spätabends, macht sich ein Bus voll von erschöpften, aber glücklichen Mainzern auf den Weg Richtung Heimat. "Viva Colonia!"!
Nicole Seifert, Algemeine Zeitung , den 6. April 2004
Die Artisten hatten ihren letzten Salto geschlagen, die Instrumente der Höhner waren verklungen - doch die Zuschauer im Zirkuszelt gingen einfach nicht nach Hause. Minutenlang schallte der Gesang aus hunderten von Kehlen am Donnerstagabend durch den Innenhafen: Viva Colonia, mitten in Duisburg.
"Der Rhein verbindet", flachste Höhner-Frontmann Henning Krautmacher. Ruhrpott und Niederrhein waren vergessen, das Publikum zählte Duisburg ganz klar zum kölschen Rheinland. Klatschen, Schunkeln und Mitsingen der grossen Karnevalhits gelingt also auch ausserhalb der fünften Jahreszeit.
Auch wenn die Höhner mit ihrem Programm Minsche Fiere Emotionen musikalisch mächtig auf die Pauke hauten,die Artisten des Zirkus Roncalli spielten sie nicht an die Wand. Die Kombination von Musik, Artistik und Clownerie begeisterte die Zuschauer fast drei Stunden lang. Atemberaubend, wie die schwedische Gruppe Romö auf dem Todesrad tanzte. Doch auch der Saxophonist der Band liess es sich nicht nehmen, eine Runde auf dem Rad zu drehen und dabei ein Solo zu spielen.
Auch das Publikum wurde in das bunte Manegenschauspiel einbezogen. Clown Georg Leiste kletterte durch die Reihen und stiftete Unruhe. Aktiviert wurden auch die anwesenden MSV-Spieler samt dem Vereinspräsidenten Walter Hellmich. Sie durften das Seil für den Tanz des Clowns strammziehen. Und wieder bewies sich: Walter Hellmich kann anpacken.
Westfälische Algemeine Zeitung, den 7. Mai 2004
Akrobatik trifft Kölner Karneval in Kastel: Das Publikum war bei der Premiere völlig aus dem Häuschen.
Sollte das Premierenpublikum im Roncalli-Zelt an der Kasteler Reduit Zweifel ob der gewagten Kombination von Kölscher Karnevalstruppe und poetischer Zirkuskunst verspürt haben, ist davon bereits mit dem furiosen Opening nichts mehr zu merken. Die Zuschauer feiern die Höhner Rockin' Roncalli Show" mit dem Programm Minsche Fiere Emotionen von der ersten bis zur letzten Sekunde mit frenetischem Beifall.
Das Projekt von Roncalli- Chef Bernhard Paul und den Höhnern verspricht auch bei seiner ersten Station ausserhalb des Kernlandes der Höhner Nordrhein-Westfalen ein voller Erfolg zu werden. Ob Höhner Frontmann Henning Krautmacher aber gut beraten war, es sich gleich zu Beginn mit dem Wiesbadener Publikum zu verscherzen, indem er sich bei den Nachwuchsartisten aus Wiesbaden bei Mainz bedankte, sei in Frage gestellt.
Glücklicherweise treten bei aller Dominanz der Kölner Kultband, die Artisten und Komiker fast nie in den Hintergrund. Die Melange aus Höhner-Hits und hochklassiger Zirkuskunst gelingt mit einigen Ausnahmen vortrefflich. Etwa, wenn Ivan und Tajana aus der Ukraine zum Lied Der Narr mit Ausdrucksstärke und artistischer Perfektion ihre Lovestory unter der Circuskuppel zelebrieren. Oder, wenn Oleg Izossimov mit seiner äusserst ästhetischen und betont langsam dargebotenen Handstandakrobatik das Publikum zu Beifallsstürmen hinreist. Die hervorragende Trio-Akrobatik der ukrainischen Bingo-Truppe verliert dagegen durch unpassende, weil zu schnelle Musikuntermalung.
Etwas befremdlich wirkt es auch, wenn die afrikanische Folkloretruppe Mama Afrika ihre Künste zum Karnevalshit Die Karawane zieht weiter präsentieren muss. Dass jecke Lieder aber durchaus in eine Circusshow passen können, beweist der Ausnahmekomiker Georg Leiste, der zu Dicke Mädchen haben schöne Namen auf einem von zehn Zuschauern gespanntem Tau eine köstliche Seiltanzeinlage abliefert. Ganz ohne Musikbegleitung kommt der Roncalli erprobte Peter Shub aus. Dafür treiben seine urkomischen Pantominen auch dem verstocktesten Zuschauer Lachtränen in die Augen.
Für feuchte Hände und überkochende Stimmung sorgte abschliessend die Romö-Gruppe am sogenannten Todesrad. In wahnwitzigem Tempo riskierten die vier schwedischen Jungs Kopf und Kragen, während die Höhner dazu mit Alles was ich will trefflich "abrockten"". Besonders mutig zeigte sich Höhners Multiinstrumentalist Jens Streifling, der im Todesrad hoch unter der Zirkuskuppel ein Saxophonsolo spielte.
Das etwa dreistündige Happening endete schliesslich mit dem Kultsong Echte Freunde und stehenden Ovationen des restlos begeisterten Publikums. Während der Grossteil des Auditoriums jubelte, dürfte die "Höhner Rockin' Roncallishow" so manchem Roncallifan der ersten Stunde ein wenig verschreckt haben. Dort, wo sonst Poesie und leise Zwischentöne begeistern, sorgt diesmal die Karnevalsband für eine knackig laute "Gute-Laune-Revue"" inklusive Schunkeln und gemeinsamem Absingen der inoffiziellen Kölner Nationalhymne Viva Colonia.
Wenn dann aber nach dem umjubelten Finale längst alle Künstler hinter dem samtroten Vorhang verschwunden sind und nur der geniale Komiker Peter Shub zurückbleibt, um auch dem letzten Zuschauer beim Verlassen des Zeltes zuzuwinken, dann ist sie wieder da, die unvergleichliche Roncalli-Magie.
Sven Rindfleisch,
Wiesbadener Kurier, den 22. Mai 2004
Staunen, klatschen, mitsingen und lachen - ganz schön anstrengend, so ein Abend in der Höhner Rockin' Roncalli Show. Denn der gleicht einer Reise durch die Welt der Gefühle. Lebensfreude, Melancholie, Spannung und Rührung - alles ist dabei. Nicht umsonst das Motto: Minsche, Fiere, Emotionen.
Den Auftakt in der Kasteler Reduit geben die kleinen Künstler des Wiesbadener Kinderzirkus. Sie balancieren, jonglieren und turnen wie die Grossen. Dann ist Gänsehaut angesagt: Mit der gefühlvollen Höhner-Ballade Der Narr kommen Ivan und Tatjana. Hoch unter der Zeltkuppel biegen und winden sie sich an Strapaten - kraftstrotzend und voller Anmut. Passend dazu das Lied (Kumm) Halt mich fest. Genauso elegant ist die Bodenakrobatik der Gruppe Bingo, Oksanas Jonglage und Iryna, die hoch oben am Ring turnt. Der akrobatische Höhepunkt ist Oleg Izossimov. Er bewegt sich bei seiner Handstandakrobatik betont langsam. Daher braucht er besonders viel Kraft und entwickelt seine ganz eigene Ästhetik. Dabei dreht er sich auf einer Scheibe, gleich dem Zeiger an der Uhr. Wieder eine ruhige Ballade, die die Höhner fern von allem Karnevalsklamauk zeigt. Fetzig wird es zu Sansibar: Mama Afrika tanzt sich in Ekstase.
Musik und Show gehen Hand in Hand. Henning Krautmacher, Frontmann der Höhner, meint: "Bei uns wird Zirkus verrockt!" Und erhält dadurch eine völlig neue Dynamik. In den Vordergrund drängen sich die Höhner dabei aber nicht. Den überlassen sie den Manegenkünstlern. So auch den Publikumslieblingen Peter Shub und Georg Leiste. Die beiden Comedians bringen einen Knüller nach dem anderen. Dabei muss das Publikum fleissig mitmachen: Ob als Hutständer oder von Shub dirigierter Chor. Als der dann auch noch mit Hundeleine, aber ohne Hund kommt, singen die Höhner passenderweise: Keine Angst, der tut nix! Leiste kann sich zu Dicke Mädchen haben schöne Namen von seiner weiblichen Seite zeigen. Als Mademoiselle Changette tanzt er auf dem Hochseil, das von Live-Dübeln aus dem Publikum gehalten wird. Bis Mademoiselle dann doch das Gleichgewicht verliert!
Wie im Märchen fühlt man sich, als tausende glitzernder Seifenblasen durch das Zelt schweben. Dazu spielt Peter Werner als melancholischer Clown auf der Trompete. Auch die anderen Höhner wagen sich in die Manege: Krautmacher und Hannes Schöner treten mit ihren Ebenbildern in Marionettenform auf. Jens Streifling spielt ein Solo - er hat sich ins Todesrad getraut. Als er dieses dann wieder der Gruppe Romö überlässt, wird es spannend. Denn in rasender Geschwindigkeit erklimmen die Schweden das riesige Laufrad.
"Am Schluss sind", so Krautmacher, "alle zu einer grossen Zirkusfamilie zusammengewachsen". Deshalb der Song I'm part of it. Eine grosse Weltkugel wird von Hand zu Hand gereicht - erst unter den Artisten, dann auch im Publikum. Bei den Zugaben Pizza Wundaba und Viva Colonia sitzt niemand mehr ruhig. Doch einmal müssen dann doch alle gehen. Aber wie Krautmacher sind sich alle sicher: Wir werden uns wiedersehen!.
Nicole Seifert
Allgemeine Zeitung, den 22. Mai 2004
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